OSTEUROPA ZENTRUM BERLIN



Die Zeit der kommunistischen Herrschaft in Ost- und Südosteuropa gehört der Vergangenheit an, die Auf- arbeitung totalitärer Strukturen in den postkom- munistischen Ländern hat jedoch erst begonnen. Diese Problematik steht im Mittelpunkt der Arbeit des im Februar 1998 gegründeten Osteuropa-Zentrums Berlin. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Epoche 1944-1989 und deren Auswirkungen auf die Gesellschaften der ost- und südosteuropäischen Staaten.

Unsere Mitarbeiter beschäftigen sich bereits seit 1990 unter verschiedenen Trägerschaften in Berlin mit den osteuropäischen Themen und bringen diese Erfahrungen in die Tätigkeit des OEZB ein. Eine herausragende Rolle in dieser Tätigkeit spielt die politisch-aufklärende Bildungsarbeit. Die parteiübergreifende Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen soll dazu beitragen, Fachwissen zu bündeln und dem verklärten Blick vieler Bürger auf die "gute alte Zeit des Sozialismus, in der doch vieles gar nicht so schlimm gewesen war" entgegenzuwirken.

Das Osteuropa Zentrum Berlin bietet ein breites öffentliches Diskussionsforum für die aktuellen Probleme der sozialen und wirtschaftlichen Transformation in den ehemaligen kommunistischen Staaten. Hierzu organisiert unser Institut regelmäßig politische Gesprächsreihen, in denen die Schwierigkeiten im Umgang mit dem kommunistischen Erbe und beim Wiederaufbau der demokratischen Strukturen von Fachleuten des In- und Auslandes thematisiert werden. Diese Veranstaltungen werden von unserem Fernsehteam aufgezeichnet und einige Wochen später im Programm des Berliner Kabelsenders ALEX-Berlin unter dem Logo HISTORY TV gesendet. Zu empfangen weltweit auch über Videostream über www.alex-berlin.de an jedem Freitag im Monat zwischen 9:00 Uhr und 10:00 Uhr.

Seit November 2001 hat das OEZB mit RADIO HISTORY auch eine eigene Rundfunksendung. Das Programm ist auf der Frequenz 92,6 MHz des Berliner Kabelkanals ALEX an jedem Sonntag im Monat von 21:00 Uhr bis 22:00 Uhr weltweit auch über Audiostream über www.alex-berlin.de zu empfangen.

Die Buchbestände der Bibliothek in den Räumen der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße (derzeit ca. 9.300 Titel), deutsche und ausländische Fach- zeitschriften stehen bereits seit 1998 allen Interessierten zur Verfügung. Neben einem umfangreichen Zeitungs- und Videoarchiv ist seit April 2003 ein weiteres Presse-Archiv (1950-1991) in der Normannenstraße für die Öffentlichkeit zugänglich. Dieses Spezialarchiv basiert auf westdeutschen Periodika und umfasst einen Zeitungsbestand von 1950 bis 1991. Seit dem Frühjahr 2003 erstellt das OEZB als einzige Institution in Deutschland einen Pressespiegel zum Thema „Der Umgang mit dem kommunistischen Erbe in den Ländern Ost- und Südosteuropas“, in dem die wichtigsten deutschen und ausländische Periodika ausgewertet werden. Der Pressespiegel wird jeden Monat aktualisiert.

Die Bibliothek- und Archivbestände sind nicht ausleihbar, Kopiermöglichkeiten vor Ort sind vorhanden.

Der internationale Austausch mit Wissenschaftlern und Publizisten, die sich mit diesen Fragen beschäftigen, hat einen wichtigen Stellenwert in der Arbeit des OEZB. Gemeinsame Projekte und langjährige persönliche Beziehungen unterstützen unsere Aktivitäten. Bestehende Kooperationen mit deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen wie z.B. mit der HU Berlin, FU Berlin und Hannah-Ahrendt-Institut /TU Dresden bestehen schon seit Jahren. Auch eigene wissenschaftliche Projekte und die Ausrichtung internationaler Konferenzen in Osteuropa werden in Zukunft ein grösseres Gewicht in der Arbeit im Zentrum haben.

Ein eigener Verlag bietet seit 2007 vor allem jungen Wissenschaftlern und Publizisten eine Plattform für Themen der Zeitgeschichte und Politik in den Staaten Ost- und Südosteuropas.

Vorträge und Seminare zu osteuropäischen Themen im In- und Ausland erfreuen sich eines großen Interesses und die Besucherzahl der Veranstaltungen des Osteuropa-Zentrums Berlin wächst jährlich.

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